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 Betreff des Beitrags: Simmerring Differntial Eingangswelle
BeitragVerfasst: Mo 2. Sep 2019, 19:32 
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Hallo zusammen,

der Simmering der Eingangswelle des Differentials gibt langsam den Geist auf, es tritt Öl aus. Kann man den so einfach wechseln?

Viele Grüße
Ulf


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BeitragVerfasst: Mi 4. Sep 2019, 16:03 
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Hallo, das geht ab und zu mal gut. Meist jedoch nicht, da man die Vorspannung / Reibwert der Kegelrollenlager nicht mehr richtig eingestellt bekommt.

_________________
Gruß aus Weselberg

Joe



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BeitragVerfasst: Mi 4. Sep 2019, 20:47 
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Hallo Ulf,

ich habe vor einiger Zeit die Lager im Differential ersetzt und dabei natürlich auch die Simmerringe gewechselt. Das ganze ist hier beschrieben https://tvrcarclub.de/knowledgebase/erneuerung-der-lager-im-btr-differential/. Ein Großteil ist für den Wechsel des Simmerrings der Eingangswelle uninteressant, aber vielleicht hilft Dir die Beschreibung der Einstellung von Vorspannung und Reibwert.

_________________
Gruß

Christian


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BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2019, 06:46 
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Ich habe kürzlich das Diff in meinem Keil überholt. Anderes Fahrzeug und anders Diff aber auch dort wird die Lagervorspannung über Stauchhülsen eingestellt. Das war schon im Schraubstock eingespannt eine recht "brutale" Geschichte, nur mit sehr langem Hebel zu realisieren. ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen das man das im eingebauten Zustand richtig machen kann.


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BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2019, 12:27 
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Also ich habe es schon mehrfach erfolgreich gemacht und es ist m.E. kein Problem. Wichtig ist Mutter, Flansch und Welle gut zu kennzeichnen und auf genau die Markierungen wieder anzuziehen, im Zweifel eher ein Ticken (!!) mehr da durch Verschleiss die Vorspannung eh abgenommen hat. Das Problem „langer Hebel“ erübrigt sich da. Bei hoher Laufleistung (tiefe Riefe) lohnt sich ggfs. die Montage einer WDR Reparartur Buchse auf dem Flansch. Viel Erfolg, Markus


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BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2019, 12:48 
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maxkressbronn hat geschrieben:
Also ich habe es schon mehrfach erfolgreich gemacht und es ist m.E. kein Problem. Wichtig ist Mutter, Flansch und Welle gut zu kennzeichnen und auf genau die Markierungen wieder anzuziehen, im Zweifel eher ein Ticken (!!) mehr da durch Verschleiss die Vorspannung eh abgenommen hat. Das Problem „langer Hebel“ erübrigt sich da. Bei hoher Laufleistung (tiefe Riefe) lohnt sich ggfs. die Montage einer WDR Reparartur Buchse auf dem Flansch. Viel Erfolg, Markus


Kann man so machen, ist aber nicht richtig!! Wenn eine Stauchhülse eingesetzt ist muss diese getauscht werden. Danach muss diese auch wieder gestaucht werden und das geht eben nicht unterm Auto. Einfach nur den Simmerring tauschen und wieder irgendwie anziehen kann eine Weile halten, ist aber definitiv keine fachgerechte Reparatur.


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BeitragVerfasst: Fr 6. Sep 2019, 13:48 
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Nun ja, wenn ich etwas wie Lager etc tauschen wollte stimme ich Dir zu, für den Wechsel des Simmering allerdings nicht, die Stauchbuchse ist elastisch genug. Wäre sie es nicht würde die Vorspannung nicht erhalten.


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BeitragVerfasst: Fr 6. Sep 2019, 18:20 
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maxkressbronn hat geschrieben:
Nun ja, wenn ich etwas wie Lager etc tauschen wollte stimme ich Dir zu, für den Wechsel des Simmering allerdings nicht, die Stauchbuchse ist elastisch genug. Wäre sie es nicht würde die Vorspannung nicht erhalten.


Wie Joe auch schon geschrieben hat bekommt man die Lagervorspannung nach Lösen der zentralen Schraube und Wechseln des Simmerrings nicht mehr eingestellt. Mal eben "so anziehen wie es vorher war" geht nicht. Aber jeder wie er will, Simmerring vermeintlich wieder dicht, dafür in Kürze einen leckeren Schaden am Differential.

Ich kenne die Speed 6 nicht wirklich im Detail aber es wird doch keine Jahresaufgabe sein das Dif auszubauen. Dann kann man auch gleich mal prüfen wie es an sich läuft und ob es vielleicht doch mehr Arbeit bedarf als nur mal eben abdichten. Bei meinem Keil war eigentlich auch nur die rechte Seite undicht, am Ende wurde das Diff komplett überholt weil 4 von 8 Lagern völlig im Eimer waren. Bei den nicht gerade dezenten Motorgeräuschen unserer Fahrzeug hört man leider beim Fahren nicht ob das Diff Laufgeräusche macht.


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BeitragVerfasst: Sa 7. Sep 2019, 22:07 
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Hallo zusammen,

habt herzlichen Dank für Eure Tipps und Hinweise. Christian, Deine Anleitung ist große Klasse, das hat mir einen sehr guten Überblick verschafft und Respekt - so eine Überholung würde ich mir definitiv nicht zutrauen. Ich habe nun ergänzend noch zwei Telefonate geführt und mich kurzerhand entschieden, den Simmerring trotzdem zu tauschen.

Mal sehn ob es hält, ich melde mich zu gegebener Zeit mal dazu.

Viele Grüße
Ulf


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BeitragVerfasst: So 8. Sep 2019, 19:05 
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Y194 ODX hat geschrieben:
Hallo zusammen,

habt herzlichen Dank für Eure Tipps und Hinweise. Christian, Deine Anleitung ist große Klasse, das hat mir einen sehr guten Überblick verschafft und Respekt - so eine Überholung würde ich mir definitiv nicht zutrauen. Ich habe nun ergänzend noch zwei Telefonate geführt und mich kurzerhand entschieden, den Simmerring trotzdem zu tauschen.

Mal sehn ob es hält, ich melde mich zu gegebener Zeit mal dazu.

Viele Grüße
Ulf


Viel Erfolg Ulf, meine Reparatur am Tuscan ist 32Tkm her, jetzt ist das Auto verkauft, mit dichtem, Geräusch freien Diff.

Ich will aber nochmal auf Vixen V8 eingehen (sorry, kenne Deinen Namen nicht). Hersteller lassen nämlich durchaus den Wechsel des Ritzel-Wellendichtrings im eingebauten Zustand zu.

Zum Beispiel Jaguar im XJ6, Handbuch von 1986. Hier wird geraten, das Schleppmoment zu ermitteln durch mehrfaches Messen des aktuellen Schleppmoments inkl. Rad und Bremse(!). Der gefundene Mittelwert dient als Referenz für das Anziehen nach der Reparatur. Nach dem Tausch soll die Mutter zunächst auf ca. 138 Nm angezogen werden und das Schleppmoment nun erneut mehrfach gemessen werden. Durch weiteres Nachziehen bis der Mittelwert dem vorherigen entspricht. Nach Abschluss der Reparatur soll bei einer Probefahrt ermittelt werden, oben das Differential noch geräuschfrei arbeitet. Ist dies nicht der Fall, soll man das Differential komplett überholen. Nun ja, mag jeder für sich bewerten.

Triumph löst im Handbuch zum TR7 von 1977 das Problem durch das Markieren von Mutter, Welle und Flansch zueinander und Zählen der Mutter Umdrehungen. Und es gibt sicher noch einige andere Methoden.

Wie man erkennen kann sind sich die Gelehrten hier auch nicht einig. Ich halte die Jaguar Methode für höchst fragwürdig, wer sich schon einmal mit Schleppmoment Messungen beschäftigt hat (wie ich beruflich :-) weiß wie sensibel das Thema ist.

Nach meiner persönlichen, schon etwas längeren Erfahrung hat die Methode Triumph bisher immer Erfolg gehabt. Ob man es nun so versuchen will oder nicht ist obliegt der persönlichen Entscheidung. Es als "nicht fachgerecht" zu bezeichnen ist eine Beurteilung, welche durch Fachliteratur nicht unterstützt wird.

Grüße
Markus


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Dateikommentar: Triumph TR7 1977, keine Ahnung wie man das Bild dreht
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