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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Half-Time-Bearing T350
BeitragVerfasst: Sa 19. Nov 2011, 14:54 
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quentin hat geschrieben:
...Hatte ich schon gesagt, was das für ein schöner Motor ist?...

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Hallo Björn :P

toller Bericht, klasse Bilder und eine prima Anleitung... mein Respekt :mrgreen: ...!!!

Hatte ich schon gesagt, das es leider auch die schönen Motoren treffen kann :roll: ... fällt wohl unter "lightweight conversion" ;)

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Chris Willy - TVRiders Blackforest
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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Half-Time-Bearing T350
BeitragVerfasst: Fr 20. Jul 2012, 10:27 
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Toller Bericht, ein Dank für die Mühen auch von mir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Half-Time-Bearing T350
BeitragVerfasst: Fr 5. Apr 2013, 07:45 
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quentin hat geschrieben:
Einer der "möglichen" Schwachpunkte bei den SpeedSix Motoren, vielleicht in direkter Abhängigkeit von der Spannung der primären Steuerkette, ist das Half-Time-Bearing. Hierbei handelt es sich um die Umlenkrolle der oberen und unteren primären Steuerketten. (Nebenantriebe für Wasserpumpe und Ölpumpen sind kleine Nebenketten.)

Aufmerksam geworden durch ein leichtes Quietsch- und Rasselgeräusch war mir relativ schnell klar, dass irgendetwas nicht stimmte. Die exakte Ortung im Motorraum fällt beim SpeedSix schwer, aber unter Zuhilfenahme eines Schraubendrehers als Stethoskop konnte ich den Bereich auf den vorderen Bereich mittlerer Höhe eingrenzen - das Half Time Bearing.

Wer ein Endoskop besitzt, (gibt es mittlerweile relativ günstig, und für den regelmäßigen Schrauber empfehlenswert) kann dann schließlich nach Demontage des Ventildeckels absolute Sicherheit bekommen. Bei mir standen Teile des Käfigs bereits aus dem Lager heraus.

Also musste organisiert werden. Zum einen Teile. Bei TVR Power gibt es ein verstärktes Lager, das im Austausch angeboten wird. Hier werden die beiden Kugellager gegen zwei Rollenlager getauscht. Alles in allem macht das einen deutlich stabileren Eindruck.
ABER: Motor muss raus. Und ehrlich gesagt habe ich auch die kursierende Anleitung der Zylinderkopfdemontage in eingebauten Zustand gelesen, aber meine Empfehlung lautet: Motor raus, alles andere ist Schwachsinn! Wenn der Motor raus muss, kann man natürlich gleich noch ein paar andere Sachen erledigen. Ich habe
-Kupplung getauscht
-Schwungrad gegen leichtere Version getauscht
-Kettenspanner getauscht
-Alle Dichtungen des Stirndeckels getauscht
-Motorlager getauscht
Das hat natürlich, insbesondere bei der Kupplung, direkten Einfluss auf die Kosten. An Teilen habe ich ca. 1.300,00€ an notwendigen Teilen investiert. Geht natürlich auch günstiger. (Dabei natürlich gleich nochmal Bremsflüssigeit und Öl mit Filter gewechselt, obwohl der Service ja gerade frisch war…)

So Teile waren also alle da, nur wie machen. Hier DANKE an Achim Baasner in Minden, der mir freundlicher Weise eine der Hebebühnen, einen Hubtisch und zwischendurch ein paar Hände (Danke auch Sebastian) für zwei Tage zur Verfügung stellte, denn das war mein Zeitplan. Zwei Tage schrauben inkl. Ein- und Ausbau des Motors, das musste reichen. Ambitioniert, wie ich festgestellt habe, aber letztendlich hat es geklappt.
Donnerstagmorgen 8 Uhr angefangen und Freitagabend um 22:00 Uhr zu Hause gewesen – auf eigener Achse.
Die Geschichte in Bildern:
Die Motorhaube hatte ich zu Hause gelassen, und ohne ist es ein ganz angenehmes Arbeiten am Motor. Der Deckel ist im Bild nur für die Endoskopie runter. Der wurde vorerst natürlich wieder drauf gemacht
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Schöner Motor
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Ich kann nur jedem empfehlen, der das selbst machen will, solche Bilder zu machen. Und zwar viele. Sollte es bei der Montage Fragen zu Führung von Leitungen geben, helfen die dann ungemein.
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Öl raus…
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Irgendwann liegt dann ein Haufen Teile rum, die demontiert werden müssen, bevor es losgeht.
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Schließlich ist dann der Motor irgendwann draussen. Hier fehlen etliche Zwischenschritte, was Wasserleitungen, Ölleitungen und Kabel angeht, aber das wäre echt zu viel des Guten. Ich kann nur sagen, dass es ein Kabel gibt, was nicht offensichtlich ist, und schnell übersehen wird – so auch von mir. Das Kabel für den Schalter des Rückfahrscheinwerfers. Das habe ich später repariert, aber von oben, da ich erstmal den Stecker finden musste, spielt jetzt hier keine Rolle.
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Vernünftig isoliert gibt es weder Temperaturprobleme im Innenraum, noch hitzebedingte Korrosion am Rahmen auf der Auspuffseite.
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Der Übeltäter. Gut zu sehen, dass das nicht mehr lange gut gegangen wäre.
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Und hier das Neuteil bereits eingebaut.
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The other side. Neues Schwungrad und neue Kupplung. Ich bin immer begeistert, was für schöne Teile es gibt und wie schön der SpeedSix Motor eigentlich ist.
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Hier noch die ganze Pracht der Steuerketten. Wichtig die Oberflächen vor Auftragen der Dichtmasse gut zu reinigen. Darüber hinaus nur, dass überall Dichtmasse ist, aber auch nirgendwo zu viel davon. Was für ein schöner Motor.
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Hatte ich schon gesagt, was das für ein schöner Motor ist? In Position bugsiert zum Wiedereinbau.
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Zwischen diesem und dem letzten Bild liegen zahlreiche Flüche und blutige Finger. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass das krümmerseitige Motorlager durch war. Schlamperei meinerseits, die Fummelei hätte ich mir bei sorgfältiger Prüfung sparen können. Einfacher wäre es gewesen, wenn der Motor draußen ist, aber die Lager kann man auch in eingebautem Zustand wechseln. Beide Seiten gemacht versteht sich.
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Ein paar Stunden und Anschlußwiederherstellungen später fehlten noch Öl und Kühlmittel für die Wiederbelebung. Es ist echt spannend nach solchen Aktionen den Zündschlüssel zu drehen. (Anekdote: Bei mir passierte nichts. Anlasser drehte, aber Benzinpumpe wollte nicht. Panik! Warum. Ich hatte nach dem Einfüllen des Öls die Sicherung für die Pumpe entfernt, um den Kreislauf zu füllen, und einen ersten Öldruck aufzubauen. Leider habe ich dann den Steckplatz beim Wiedereinstecken verfehlt und einen Reserveplatz erwischt…)
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Hier dann noch kurz vor der Abfahrt. Kupplung entlüftet und ab nach Hause.
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Kleinere Nebenarbeiten habe ich hier weggelassen, da die sich von selbst verstehen. Batterie abklemmen, Pulley abziehen, Lager selbst abziehen, Kupplung zentrieren (für die Anfertigung eines Zentrierdorns für die SpeedSix Kupplung hat Ralf mal 200€ von einer Werkstatt berechnet bekommen. Wer einen braucht, anrufen. Mein Bruder hat mir einen für 10 Euro gemacht.) etc… Bei Fragen hierzu kann ich natürlich gerne helfen.
Dieser Beitrag versteht sich auch nicht als Anleitung, sondern vielmehr als Ermutigung. Der SpeedSix ist nicht das Buch mit sieben Siegeln der nur etwas für (selbsternannte) Spezialisten ist. Es gibt Spezialitäten, die man kennen muss, aber danach erschließt sich ein wunderbarer Sport- oder gar Rennmotor, der die Hand des Eigners nicht per se scheut (…ich lese definitiv zu viel Horst von Saurma-Jeltsch). Egal. Lasst euch von den Gerüchten nicht abschrecken und vor allem fragt erst rum, bevor ihr für euch unbekannte Arbeiten die Preise der Apotheker bezahlt. (Was kostet gleich der nicht beauftragte Motorausbau in Braunschweig, Toni?) (Es gibt auch noch bezahlbare gute Werkstätten wenn das nicht selbst erledigt werden kann. Die müssen sich nur trauen.)

In eigener Sache:
Hier dann nochmal ein Riesendankeschön an Achim Baasner. Ohne Bühne hätte das nicht geklappt. Und bei der Schrauberei ist mir dann noch etwas klar geworden. Bei all der Schimpferei auf die Werkstätten, und auch ich mache das oft und gerne, s.o., muss man die Kirche im Dorf lassen. Das abgerissene Kabel, das fast übersehen Motorlager und derartige Kleinigkeiten haben mich nur allzu deutlich spüren lassen, dass Fehler passieren. Und die habe ich selbst gemacht, wobei ich mich als pingeligen Kleingeist bezeichnen würde, wenn es um meine Autos geht.
Sicher, ich werde nicht bezahlt für derartige Arbeiten und ich mache das auch nicht (jedenfalls nicht ausschließlich) jeden Tag, weshalb die Frage erlaubt sein darf, in welchem Rahmen so etwas hinnehmbar ist. Über Kleinigkeiten muss ich wohl in Zukunft hinwegsehen.
Aber auch noch eine Warnung. Nicht jede Werkstatt, oder jeder Typ der nach eigenem Ermessen Ahnung hat, oder das verbreiten lässt, ist seriös. No name no shame, aber wer jemandem über 400€ abnimmt für die Überholung eines Kühlers, wo ein Aluminiumkühler als Neuteil nicht wesentlich mehr verschlingt gehört für mich in eine Kategorie, die ich hier nicht nenne. Passiert bei jemandem, der über das Forum ausdrücklich empfohlen wurde.

So, danke für´s Zuhören,
Grüße,
Björn.





Hallo Björn,

Auf den Bildern sieht es so aus, das Du den Motor mit Getriebe ausgebaut hast und dann getrennt.
Wenn ja bekommt man beides zusammen besser raus?


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Half-Time-Bearing T350
BeitragVerfasst: Fr 5. Apr 2013, 12:55 
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BlankerHans hat geschrieben:
Hallo Björn,

Auf den Bildern sieht es so aus, das Du den Motor mit Getriebe ausgebaut hast und dann getrennt.
Wenn ja bekommt man beides zusammen besser raus?

Wenn ich richtig informiert bin, dann befindet sich Quentin gerade auf einer "Auslandsreise" ;)
Er wird sich nach seiner Rückkehr sicher hier im Forum oder bei Dir direkt per PN melden :D

Wünsche Quentin noch eine gute Rückreise - mit "Whatever" er da wieder nach Good Old Germany bringen wird :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Half-Time-Bearing T350
BeitragVerfasst: Mo 8. Apr 2013, 09:00 
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Da hat Chris Willy recht...und da bin ich wieder.

Also es kommt drauf an. Für einen Kupplungstausch würde ich nicht unbedingt den Motor mit rausnehmen...aber wenn etwas am Motor zu machen ist, dass ist die Demontage beider Komponenten sinnvoll, ansonsten müsste man das Getriebe aufwändig abstützen, etc..
Da sind schneller die Kardanwelle und Getriebelager demontiert, dann ist die Trennung von Getriebe und Motor im ausgebauten Zustand deutlich einfacher.

Grüße,
Björn.

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